Bericht von Edris und Heinz Kesper aus Willingen-Usseln
Durch die "Schnupperreise" mit Auto-Hellwig aus Willingen im Jahre 2007 haben wir beide, aber sicherlich andere Mitreisende auch, zum ersten Mal Kontakt mit dem afrikanischen Kontinent bekommen. Beim Aufenthalt in der Severin- Sea- Lodge in Mombasa/ Kenia lernten wir das Ehepaar Mareike & Claus Müller kennen und hörten von ihrem Vorhaben, ein Waisenhaus zu bauen. Zusammen mit dem Ehepaar Müller machten einige von uns einen Besuch in einem Elendsviertel von Mombasa. Die Eindrücke, die wir von dort mit nach Hause genommen haben, sitzen immer noch tief in unserer Seele.

Afrika hatte uns infiziert und so starteten Monika und Siegfried Czech und wir beide erneut im November 2009 in Richtung Mombasa. Bei dieser Gelegenheit konnten wir uns vom Fortschritt des Bauvorhabens in Kashani überzeugen. Wir waren überrascht, wie weit die Arbeiten schon fortgeschritten waren. Die Küchenschränke, Kinderzimmer und Sanitäranlagen waren fast fertig, die Fenster eingebaut und das Haus verputzt.
Im September 2011 waren wir beide erneut in Kenia. Natürlich stand ein Besuch des Waisenhauses in Kashani auf dem Programm. Nachdem wir den Taxifahrer Joel kennengelernt hatten, machten wir uns auf den Weg ins Nakumatt - Einkaufszentrum. Die Shoppingliste dazu hatte uns Mareike per Telephon vorab durchgebeben. Das Personal im Einkaufsmarkt war sehr hilfsbereit und so haben wir letztendlich alle Teile und noch mehr bekommen.
Joel unser Taxifahrer, war sehr geduldig und hat uns dann nach Kashani gefahren. Zum Glück war es trocken, denn bei Regen ist diese Straße nicht befahrbar !! Dort wurden wir überschwenglich von den Kindern und ihren Betreuern begrüßt und herzlich willkommen geheißen. Die Lebensmittel und anderen Leckereien haben alle Kinder ausgepackt. Besonders haben sie sich über " Omenna " gefreut. Diese kleinen, luftgetrockneten Fischchen enthalten viel Protein und kommen aus dem Victoriasee - Joel's Heimat.
Der Reihe nach haben die Kinder den neuen Fußball aufgepumpt, den wir von Petra und Horst Müller, einer Safaribekanntschaft aus Marne, für die Kinder geschenkt bekommen hatten.
Wähend die Kinder nach dem Mittagessen ihren "Mittagsschlaf" hielten, hat uns Justin der Hausverwalter, das Haus und die Gartenanlage gezeigt. Gegenüber unserem letzten Besuch in 2009 hat sich viel getan:
- die Wände des Flures sind mit wunderschönen Comiczeichnungen wie Mickey Mouse, Snoopy u. a. ganz entzückend dekoriert worden
- der Garten ist terrassenförmig angelegt, damit kein Wasser ungenutzt abfließen kann. Bananen, Papayas, Zuckerrohr und Grünkohl gedeihen prächtig.
- entlang der Grundstücksgrenze wird gerade mit Setzlingen eine Hecke anglegt, damit in naher Zukunft der Zaun als solcher nicht mehr zusehen ist.
- erfolgreich war auch das Bohren nach Wasser in der Kalenderwoche 38. Bei 23 m Bohrtiefe stieß man auf Grundwasser. Die Bohrung soll aber bis auf 30 m fortgesetzt werden, damit man auch in kritischen Zeiten noch über das begehrte Nass verfügen kann. Vielleicht können auch die Nachbarn gegen einen Kleinen Obolus davon profitieren. Das wäre dann die erste kleine Einnahmequelle.
Als nächstes ist der Kauf von Schränken geplant, damit die Kinder ihr "eigenes, persönliches Reich" bekommen.
Diese 23 Kinder haben alle einen schweren tragischen Start ins Leben gehabt. Sie bekommen jetzt zum ersten Mal, was eigentlich jedes Kind erfahren sollte, viel Liebe, Wärme und Unterstützung entgegengebracht.
Ohne ihre Liebe zu Kindern, ihrer Großzügigkeit, der unermüdlichen Energie und der vorrauschauenden Planung von Mareike & Claus ( "Opa Simba") und ihren Helfern vor Ort und in Deutschland wäre dies alles nicht entstanden.
Auch sie brauchen unserer aller Unterstützung, damit diese gute Einrichtung erhalten bleibt und für die Kinder der Start in eine hoffnungsvolle Zukunft gesichert wird.
Durch Spenden, Patenschaften oder Mitgliedschaft im Verein kann jeder von uns ein kleines Scherflein zum guten Gelingen beisteuern.
Wenn wir wieder in Kenia sind, führt unser Weg erneut zu den "Shining Orphans" in Kashani.
Alles Gute für die Zukunft wünschen
Edris und Heinz